Zentralfriedhof Wien Bewertung

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Lohnt sich der Zentralfriedhod Wien?

Vergiss das Bild von engen, düsteren Grabreihen. Der Zentralfriedhof ist so groß wie die Wiener Innenstadt und fühlt sich eher wie ein riesiges Freilichtmuseum an. Die Wiener kommen nicht nur zum Trauern her, sondern zum Abschalten. Der Wiener Zentralfriedhof ist eine Mischung aus Park, Wald und Monument. Du findest hier markierte Joggingstrecken (die passenderweise „Silent Run“ heißen) und triffst auf Rehe, Feldhamster oder Eichhörnchen, die zwischen den Grabsteinen herumwuseln. Es ist dieser schräge Kontrast zwischen absoluter Stille und Natur, der den Ort so besonders macht.

Promi-Faktor: Von Beethoven bis Falco

Der Friedhof ist quasi das „Who is Who“ der österreichischen Geschichte. Wer Rang und Namen hat, liegt hier und hat ein Ehrengrab. Klassik-Fans pilgern zu Beethoven und Strauss, Pop-Fans zu Falco oder dem weißen Marmorflügel von Udo Jürgens. Seit 2025 gibt es mit dem Ehrengrab von Peter Rapp (in der Künstler-Gruppe 33G) einen neuen Anziehungspunkt – sein Grab mit dem gewünschten Goldregenstrauch passt perfekt in die entspannte Atmosphäre dort. Das ist der Überblick der Ehrengräber.

Architektur zum Staunen und morbider Humor

Das Herzstück ist die Karl-Lueger-Gedächtniskirche. Selbst wenn man mit Religion nichts am Hut hat: Dieser Jugendstil-Bau mit der blauen Kuppel ist architektonisch ein Wahnsinn. Wer es noch etwas spezieller mag, geht ins Bestattungsmuseum am Tor 2. Da lernt man den echten „Wiener Schmäh“ im Umgang mit dem Tod kennen – inklusive skurriler Exponate wie dem Rettungswecker für Scheintote. Sehr gelobt werden die Führungen durch den Zentralfriedhof. Die Touren durch das weite Gelände sind alles andere als trocken; die Guides packen so viele Anekdoten aus, dass die Zeit wie im Flug vergeht.

Sehr gut zu erreichen

Du kommst aus dem Zentrum super mit der Straßenbahn (Linie 71 oder 11) direkt zum Tor 2. Weil das Gelände so gewaltig ist, musst du nicht alles zu Fuß machen: Es gibt einen eigenen Elektro-Bus, der im Kreis fährt und man kann sich sogar E-Bikes ausleihen. Und das Beste für die Nerven: Direkt beim Haupteingang gibt es eine Filiale der Konditorei Oberlaa. Nach einem langen Spaziergang bei Kaffee und Torte über das Leben zu philosophieren, ist wohl die wienerischste Art, den Tag zu beenden.

Was die Besucher wirklich sagen (O-Töne)

  • „Man vergisst völlig, dass man auf einem Friedhof ist – es ist eher wie ein riesiger, geschichtsträchtiger Park.“
  • „Das Bestattungsmuseum ist schräg, informativ und typisch Wien. Muss man gesehen haben!“
  • „Ein Erlebnis der wirklich anderen Art: Rehe beobachten und danach zu Falco. Hat man so nirgendwo anders.“
  • „Die Kirche ist ein architektonisches Juwel. Man sollte unbedingt reingehen, die Akustik und das Licht sind toll.“

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