Bestattungsmuseum Wien

Der Zentralfriedhof in Wien ist nicht nur der größte Friedhof der Stadt, sondern auch einer der größten Friedhöfe Europas. Er wurde 1874 eröffnet und beherbergt etwa 330.000 Gräber, darunter die Ruhestätten zahlreicher berühmter Persönlichkeiten wie Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Franz Schubert. Mit seinen prachtvollen Grabanlagen, weitläufigen Wegen und beeindruckenden Denkmälern ist der Zentralfriedhof ein Ort der Erinnerung und gleichzeitig ein wunderschöner Park, der zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Bevor ich dir meine persönlichen Erlebnisse und Tipps gebe, hier noch ein paar Informationen vorab:
–> das sind die Zentralfriedhof Öffnungszeiten
–> das Tor 2 ist perfekt für deine Anreise
–> so geht die Zentralfriedhof Anfahrt

Geheimtipp Wien: Ein weiterer bemerkenswerter Friedhof in Wien ist der Sankt Marx Friedhof. Dieser historische Friedhof wurde 1874 geschlossen und ist heute ein wunderschöner Park, der als Denkmal für das Wiener Biedermeier gilt. Hier liegt auch Wolfgang Amadeus Mozart begraben, dessen Grabstätte von Musikliebhabern aus aller Welt besucht wird. Der Sankt Marx Friedhof ist ideal für einen entspannten Spaziergang abseits der touristischen Pfade. –> Sankt Marx Friedhof

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Nun wünsche ich dir eine eindrucksvolle Zeit auf dem Wiener Zentralfriedhof!

DER REISEBLOGGER
Markus Schmidt

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Das Bestattungsmuseum Wien

Das Bestattungsmuseum Wien befindet sich im Untergeschoss der Aufbahrungshalle 2 auf dem Wiener Zentralfriedhof. Ursprünglich als Leichenhalle für „infektiöse“ Verstorbene genutzt, wurde die Halle in den 1930er Jahren umgebaut, um die Kapazität zu erweitern. Seit 1938 war die Halle für konfessionslose Trauerfeiern reserviert. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau durch Bomben schwer beschädigt.

Erst in den 1960er Jahren wurde die Halle restauriert und erneut umgebaut. Dabei entstand ein einziger großer Raum, der mit weißem Marmor verkleidet wurde und „Trauerfeiern besonderen Gepräges“ ermöglichte. Der Architekt Erich Boltenstern senior, der auch den Ringturm entworfen hatte, zeichnete für dieses Projekt verantwortlich. Bei nichtchristlichen Trauerfeiern wird die Mosaik-Wandnische mit Christus am Kreuz von Hans Robert Pippal hinter einer Schiebewand versteckt. Der Saal bietet Platz für 800 Trauergäste und wurde bereits für Verabschiedungen von prominenten Verstorbenen genutzt, darunter Curd Jürgens (1982), Helmut Qualtinger (1986), Falco (1998), Peter Alexander (2011) und Rudolf Sarközi, der Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma (2016).

Das gibt es im Bestattungsmuseum Wien zu sehen

Im Jahr 2014 wurde im Untergeschoss der Aufbahrungshalle das Bestattungsmuseum eingerichtet. Es verfügt über einen eigenen Eingang mit Treppe und behindertengerechter Rampe. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 300 Quadratmetern werden etwa 250 Exponate aus den Archiven der Bestattung und der Wiener Friedhöfe präsentiert. Zu den Exponaten zählen unter anderem ein originaler Leichenwagen um 1900, Uniformen der „Pompfüneberer“ (Leichenbestatter) aus vergangenen Zeiten und der Gegenwart sowie skurrile Gegenstände wie ein Herzstichmesser und ein Rettungswecker, die dazu dienten, lebendiges Begrabenwerden zu verhindern. Ein Klappsarg aus dem Jahr 1784, der sonst nur noch in Göss zu sehen ist, zeugt von der sparsamen Bestattungspraxis zu Zeiten von Kaiser Josef II. Des Weiteren werden eine Rechnungsanweisung des kaiserlichen Hofärars für die Überführung und Bestattung von Thronfolger Franz Ferdinand und seiner Gemahlin nach dem Attentat von Sarajevo sowie andere historische Dokumente präsentiert, die Einblicke in die Bestattungskultur vergangener Epochen bieten.

Das Bestattungsmuseum zeigt auch dreizehn Monitore mit Videos, darunter bisher unveröffentlichtes Filmmaterial aus dem Österreichischen Filmarchiv. Dieses Material umfasst Aufnahmen der Begräbnisse von Kaiser Franz Joseph I. und dem pompösen Trauerkonvoi für Baron Albert Rothschild. Eine Installation präsentiert Partezettel aus verschiedenen Jahrhunderten für Verstorbene aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen, von Hausbesitzergattinnen bis hin zu ehemaligen Direktoren des Burgtheaters. Zudem gibt es eine Audioinstallation, in der man beliebte Lieder zum Thema Bestattungen und Friedhöfe hören kann.

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