Das Franz Schubert Grab
Du findest das Franz Schubert Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof. Es ist eines der prominenten Ehrengräber. Franz Schubert war zeit seines Lebens ein glühender Verehrer von Ludwig van Beethoven. Es heißt sogar, dass er einer der Fackelträger bei Beethovens Begräbnis war. Sein letzter Wunsch auf dem Sterbebett war es dann auch, in der Nähe seines großen Idols begraben zu werden. Seine Familie hat diesen Wunsch sehr ernst genommen, weshalb die beiden schon auf dem alten Währinger Friedhof fast Schulter an Schulter lagen. Als die Stadt Wien im Jahr 1888 beschloss, die beiden Superstars auf den damals neuen Zentralfriedhof umzusiedeln, hat man diese berühmte Nachbarschaft einfach beibehalten.

Die Symbolik am Grabmal des Liederfürsten
Im Vergleich zum eher schlichten Obelisken von Beethoven wirkt Schuberts Grabmal etwas verspielter und emotionaler. Es wurde vom Bildhauer Carl Kundmann entworfen und zeigt als auffälligstes Detail eine Frauenfigur in der Mitte. Das ist die Muse der Tonkunst, die dem Komponisten einen Lorbeerkranz reicht. Diese feine Darstellung passt perfekt zu Schuberts Ruf als Liederfürst und fängt die poetische Stimmung seiner Musik wunderbar ein.
Eine echte Odyssee: Dreimal begraben
Was viele Besucher überrascht, ist die Tatsache, dass auch Schubert insgesamt dreimal begraben wurde. Das erste Mal war 1828 nach seinem Tod in Währing. Im Jahr 1863 wurde sein Grab dann zum ersten Mal geöffnet, genau wie das von Beethoven. Man wollte damals die Knochen vermessen und hat den Schädel ausführlich fotografiert, bevor man ihn in einen stabileren Metallsarg umbettete. Die letzte Reise fand schließlich 1888 statt, als die Gebeine feierlich an den Zentralfriedhof überführt wurden. Damals war halb Wien auf den Beinen und der Leichenzug war kilometerlang.
Ein Grab ohne Leiche im Schubertpark
Falls du mal im 18. Bezirk unterwegs bist, lohnt sich ein Abstecher in den Schubertpark. Das ist der alte Friedhof, auf dem er ursprünglich lag. Die Grabsteine, die man dort heute sieht, sind zwar nur Kopien und die Gräber sind leer, aber die Stellen sind immer noch markiert. Es ist ein ziemlich bizarrer Gedanke, dass man dort heute in einem Park spazieren geht, in dem früher die größten Genies der Musikgeschichte ihre erste Ruhe fanden.
Ein kleiner Tipp für den Besuch vor Ort
Nimm dir einen Moment Zeit und schau dir auch die Rückseite des Grabmals an oder lies dir die Inschrift genau durch. Dort findest du den berühmten Satz des Dichters Franz Grillparzer: „Der Tod begrub hier einen reichen Besitz, aber noch viel schönere Hoffnungen.“ Das ist eine sehr bewegende Anspielung darauf, dass Schubert mit gerade einmal 31 Jahren viel zu früh verstorben ist und die Welt wohl noch unzählige Meisterwerke von ihm hätte erwarten können.
Wo ist das Franz Schubert Grab?
Das Ehrengrab von Franz Schubert findest du auf dem Wiener Zentralfriedhof (Simmeringer Hauptstraße 234, 1110 Wien). Am besten nimmst du das Zentralfriedhof Tor 2. Wenn du durch das Tor gehst, läufst du einfach die große Hauptallee immer geradeaus in Richtung der Karl-Borromäus-Kirche (die mit der großen blauen Kuppel). Etwa auf halber Strecke zur Kirche liegt auf der linken Seite die Gruppe 32A. Das ist die berühmte „Ehrengalerie“ der Komponisten. Schubert hat dort das Grab mit der Nummer 28. Direkt links daneben liegt das Ludwig van Beethoven Grab. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Ehrendenkmal für Wolfgang Amadeus Mozart.
DIE GRÄBER DER PROMIS
Die Ehrengräber auf dem Wiener Zentralfriedhof sind vielbesucht. Rund 950 Ehrengräber gibt es auf diesem historischen Friedhof, die prominente Persönlichkeiten aus verschiedensten Bereichen wie Musik, Theater, Film und Politik ehren. Besonders in den Bereichen Bühne und Film finden sich viele Gräber von Menschen, die mit ihrer Kunst und ihrem Talent die Wiener und internationale Kulturszene geprägt haben.
–> das sind die bekanntesten Ehrengräber
Weiterführende Links
- nicht weit – das Udo Jürgens Grab
- das sind die Zentralfriedhof Öffnungszeiten
- so ist es mit dem Zentralfriedhof Eintritt

